01/11/2020 Luigi Della Sala

Challenges and Solutions for Cities designing Integration Policies and Strategies

Newsletter November 2020

UNERREICHBARER SCHUTZ

“Mehr als 200.000 unbegleitete ausländische Minderjährige, die vor Konflikten, Verfolgung oder Gewalt fliehen, haben in den letzten fünf Jahren in Europa Asyl beantragt, wobei die Zahl der angekommenen Kinder wahrscheinlich noch viel höher ist. Viele von ihnen werden in Europa in ein Schattendasein gezwungen und sind der Gefahr von Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt.”

(Neuer Bericht von Save the Children)

 

ZITAT DES MONATS

“Frieden bedeutet nicht, dass es keine Konflikte gibt; Unterschiede wird es immer geben. Frieden bedeutet, diese Unterschiede mit friedlichen Mitteln zu lösen; durch Dialog, Bildung, Wissen und auf menschliche Weise.”

(Dalai Lama)

 

EMPFEHLUNGEN

Fatima’s Drawings, Regie: Magnus Wennmann Fatima, ein 9-jähriges Mädchen aus Syrien, floh mit ihrer Familie vor dem in ihrer Heimat tobenden Krieg. Fatima und ihre Familie leben jetzt in Norberg, Schweden, wo das Mädchen sein Verständnis von “Heimat” neu definiert. Mit Hilfe von Erzählungen, Zeichnungen und Animationen gibt der Film Einblicke in Fatimas Erinnerungen an ihr Heimatland und ihre Reise in ein neues Land.

America is not the Heart von Elaine Castillo Castillo beleuchtet die gewalttätige politische Geschichte der Philippinen in den 1980er und 1990er Jahren und die abgeschotteten Einwanderergesellschaften, die in den Vorstädten der Vereinigten Staaten entstehen. Dabei beweist sie ein außergewöhnliches Gespür für unausgesprochene Intimitäten und Schmerzen, die durch alltägliche Pflichten und Familientraditionen begraben werden. Castillo liefert einen kraftvollen, zunehmend relevanten Roman über das Versprechen des amerikanischen Traums und die unerschütterliche Macht der Vergangenheit. (Quelle: Goodreads)

 

EPI AKTIVITÄTEN

Alle EPI-Projektpartner veranstalten zwischen Oktober und Dezember in den teilnehmenden Städten Tage der offenen Tür und Runde Tische. An den Tagen der offenen Tür werden Interessensvertreter und die allgemeine Öffentlichkeit über die Evaluationsergebnisse der bestehenden lokalen Integrationsstrategien informiert. Ziel der Runden Tische ist es, gemeinsam mit ausgewählten Interessensvertretern Ideen zu gezielten Aktionen zu erarbeiten, die zur Optimierung der lokalen Integration von Drittstaatsangehörigen beitragen und im Rahmen des Projekts als Pilotaktivitäten erprobt werden.

 

TAGE DER OFFENEN TÜR

1. Oktober: Riga LETTLAND Klicken Sie hier, um das Video zum Tag der offenen Tür in Riga zu sehen

7. Oktober: Cluj-Napoca RUMÄNIEN Städtisches Kulturzentrum

23. Oktober: Cartagena SPANIEN – Manuel Moras Interview über den Tag der offenen Tür und EPI mit dem Radiosender Cadena SER.

29. Oktober: Lublin POLEN – die Ausstrahlung auf Facebook hat 2600 Personen erreicht

 

RUNDE TISCHE

Cartagena SPANIEN: 3. November & 26. November – Themen: Nachbarschaft, Partizipation und Engagement innerhalb der Stadtverwaltung von Cartagena

Cluj-Napoca RUMÄNIEN: 15. Oktober & 12. November – Themen: Bildung und Arbeitsmarkt

Dietzenbach DEUTSCHLAND: 13. Oktober – Themen: Arbeitsmarkt und Jugendpartizipation

Linköping SCHWEDEN: 16. Oktober & 11. November & 1. Dezember: – Themen: Eine mutige Stadt, Wille und Raum zum Wachsen, Förderung positiver Interaktion

Lublin POLEN: 22. Oktober & 19. November – Themen: Arbeitsmarkt, Bildung, Medien

Riga LETTLAND: 26. Oktober, 16. November & 26. November – Themen: Sprache, Bildung und Interaktion

Ravenna ITALIEN: 16./ 23. / 30. November – Themen: Arbeitsmarkt und Wohnungswesen

ERFOLGREICHE LÖSUNGSANSÄTZE

STÄDTEPLANUNG – NIEDERLANDE

Vorausschauende Stadtplanung kann auch zur Zukunftsfähigkeit einer Stadt beitragen. Im Idealfall erhöhen die Städte den zur Verfügung stehenden Wohnraum durch die Umwandlung von leerstehendem Gewerbe- in dringend benötigten Wohnraum. Im Anschluss muss die Ansiedlung entschieden werden: nur Drittstaatsangehörige oder auch Ortsansässige? Die zweite Möglichkeit bietet sicherlich die größeren Integrationschancen. Mit gutem Beispiel gehen hier die Niederlande voran: die Kommunalverwaltungen erarbeiten seit 2010 einen Plan zur Umwandlung von Gewerbe- in Wohnraum. Dabei stützen sie sich auf die Annahme, dass Stadtteile durch reine Gewerbenutzung veröden, sich die Lebensqualität verschlechtert und Investoren abgeschreckt werden.

 

INTEGRATIONSFÖRDERUNG – WIEN

Auf dem Weg vom Balkan in das Herz der Europäischen Union haben seit 2015 über 600.000 Flüchtlinge Österreich durchquert. Alleine die Stadt Wien betreute 300.000 Menschen – ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und den sozialen Einrichtungen und einen kompetenten, serviceorientierten Ansatz der öffentlichen Dienstleister. Des Weiteren hat die Stadtverwaltung eine App, eine Webseite und eine Telefonhotline ins Leben gerufen, die Institutionen und Bürgern Informationen über die allgemeine Situation, laufende Aktionen und den Bedarf der Betreiber liefern. Ebenfalls wurden die städtischen Krankenwagen und das Reinigungspersonal der öffentlichen Wohnungen zur Verfügung gestellt, sowie städtischen Mitarbeitern für Freiwilligenarbeit drei Tage Urlaub gewährt.

 

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